Kolumne „Auslaufen mit Lüdecke“: Hertha BSC plant sicher
Himmel, das war ein Schicksalsspiel! Und alle hatten Angst. Droht Hertha womöglich demnächst die Relegation gegen Cottbus? Und wir wissen ja, wie solche Schicksalsspiele für Hertha in der Regel ausgehen. Aber nichts dergleichen.
Hertha hat in Braunschweig gewonnen! Und wie! 5:1! Leute, es wurden Tore erzielt! In Braunschweig! Eine der Schwergewichte des deutschen Fußballs. In Liga Zwei. Was ist hier los?! Kaum ist der neue Trainer da und schon im vierten Spiel der erste Sieg!
Ich war ja im Vorfeld etwas überrascht, dass Coach Leitl sagte, wir müssten das Spiel nicht gewinnen. Weil, ich fand eigentlich: Doch! Aber es war wohl eher irgendwas Psychologisches. So trickmäßig. Aus der Zauberkiste. Vielleicht hätten wir vor der Saison ganz klar sagen sollen, wir müssen nicht aufsteigen. Wäre vielleicht die bessere Strategie gewesen… .
Booah, läuft das gut gerade! Das waren jetzt in Serie wie viele tolle Spiele? Moment ääh… ich glaube… eines. Aber immerhin. Nach der Länderspielpause starten wir so richtig durch und belegen dann einen hervorragenden 11. Platz. Oder so.
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Egal. Der Vorteil jetzt: Wir haben nun Planungssicherheit. Doch, doch. Während acht Klubs derzeit immer noch nicht wissen, ob sie vielleicht nächste Saison Bundesliga spielen und vier Klubs unsicher sind, ob sie die Liga verlassen müssen, ist bei uns jetzt alles in trockenen Tüchern. Bei uns passiert gar nichts. Glaube ich jedenfalls.
Wir steigen nicht ab. Und wir steigen auch nicht auf. Das ist auch ziemlich sicher. Wir bleiben genau da, wo wir sind. Auf der Stelle. Dieser sportliche Stillstand verschafft uns jetzt einen großen strategischen Vorteil: Planungssicherheit! Enorme Planungssicherheit! Für die nächste Saison.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich werde nämlich das unbestimmte Gefühl nicht los, dass wir jetzt Planungssicherheit für viele Jahre haben werden. Ein Vorteil, von dem zum Beispiel auch der HSV in den vergangenen Jahren profitieren konnte… .