Maltas ESC-Teilnehmerin muss ihren Songtext umdichten
Maltas Teilnehmerin für den Eurovision Song Contest (ESC), Miriana Conte, muss offenbar ihren Song verändern. Weil ein eigentlich harmloses maltesisches Wort in englischer Sprache wie ein Schimpfwort klingt. Für die Einreichung eines neuen Songtexts bleibt der Sängerin nicht mehr viel Zeit – am 10. März ist Abgabefrist.
Der ESC findet dieses Jahr vom 10. bis zum 17. Mai in Basel statt.
Der Begriff »Kant« bedeutet auf Maltesisch »singen«, klingt jedoch ähnlich wie das vulgäre englische Wort »cunt«. Verschiedene Medien spekulieren, dass dieses Wortspiel absichtlich gewählt wurde. Der Song enthält die Phrase »serving kant«, die als »serving cunt« in der LGBTQ+ Community bekannt ist. Da bedeutet sie »Mut zeigen«. Das Wort »cunt« ist aber auch ein Schimpfwort.
Zuvor berichtete der britische »Guardian«, dass der BBC-Moderator Scott Mills in seiner Morgensendung erklärt habe: »Wir können überhaupt nicht über Maltas ESC sprechen«, da die BBC-Regeln den Gebrauch von Kraftausdrücken regeln würden. »Wir können definitiv keinen Clip davon zeigen … niemals.« Offenbar hatte die BBC mit ihrer Beschwerde Erfolg, und der Songtext muss geändert werden.
Auf Instagram erklärt die Sängerin, dass die EBU (Europäische Rundfunkunion) sich gegen die Verwendung des Wortes während des Eurovision Song Contests entschieden habe. »Ich bin schockiert und enttäuscht, zumal wir weniger als eine Woche Zeit haben, um den Song einzureichen, aber ich verspreche euch eines: Die Show wird weitergehen«, schrieb sie unter einem Beitrag von dem Dreh ihres Musikvideos zu dem Song.
Im maltesischen Fernsehen hatte Conte zuvor noch erklärt, dass die EBU ihr Lied so akzeptiert habe, wie es ist, und das Wort »Kant« erhalten bleibe. Nun scheint sich diese Aussage noch mal geändert zu haben.
Gegenüber dem »Guardian« erklärte die EBU: »Wenn ein Lied aus irgendeinem Grund als inakzeptabel erachtet wird, haben die Sender gemäß den Wettbewerbsregeln die Möglichkeit, es vor Ablauf der Frist zu ändern oder ein neues auszuwählen.«