Carrie Coon spricht über ihr nicht-binäres Serienkind Ellie, das wir nie gesehen haben
Schauspielerin Carrie Coon ist aktuell in der dritten Staffel von »The White Lotus« als Teil eines toxischen Frauentrios auf Thailandreise zu sehen. Nun berichtet die Schauspielerin, dass ihr Charakter Laurie ursprünglich eine Facette hatte, die in den nun ausgestrahlten Folgen nicht auftaucht. Das Serienkind ihrer Rolle war demnach nicht-binär oder transgender. Die entsprechenden Szenen seien jedoch nach dem erneuten Wahlsieg von Donald Trump aus der Folge geschnitten worden.
In einem Interview mit »Harper’s Bazaar« wird Coon gefragt, warum so wenig über das Privatleben von Laurie verraten wird. Daraufhin sagt sie, ursprünglich habe es im Drehbuch mehr Kontext zu ihrem Leben in New York gegeben. Dabei hätten die Zuschauerinnen und Zuschauer herausgefunden, dass ihr Kind Ellie nicht-binär war und möglicherweise auch transgender. »Man sieht Laurie, wie sie versucht, es ihren Freunden zu erklären, wie sie mit der Verwendung der Pronomen kämpft«, erzählt Coon. Das sei interessant zu spielen gewesen. »Es war nur eine kurze Szene, aber für mich hat es die Frage, ob (Lauries gute Freundin) Kate Donald Trump gewählt hat, so viel provokativer und persönlicher gemacht«, sagt Coon.
Allerdings sei die Staffel vor der Wiederwahl von Donald Trump geschrieben worden. Als es schließlich um den finalen Schnitt ging, habe Regisseur Mike White entschieden, das Thema herauszunehmen. Coon beschreibt die Entscheidung nicht als angstgetrieben, sondern eher aus Respekt vor dem Gewicht des Themas. »Wenn man bedenkt, wie die Trump-Regierung den Kulturkampf gegen Transgenderpersonen instrumentalisiert, erschien Mike die Szene zu klein für ein so großes Thema«, so Coon.
Die Trump-Regierung und die Transrechte
Die aktuelle US-Regierung unter Donald Trump macht kein Geheimnis aus ihrer Ablehnung von trans Personen. Trump selbst beschimpft sie regelmäßig, seine Behörden wurden kürzlich dazu angewiesen, Begriffe mit Bezug zu dem Thema aus offiziellen Dokumenten zu streichen. Auch sollten trans Menschen aus dem US-Militär ausgeschlossen werden, was eine Bundesrichterin allerdings stoppte. Währenddessen verlangt ein republikanischer Gesetzentwurf in Arkansas nun sogar, Kurzhaarfrisuren bei Mädchen unter Strafe zu stellen und Abweichungen von den klaren Geschlechterrollen unter Strafe zu stellen.