Roy Ayers ist tot
Der US-amerikanische Vibrafonist und Sänger Roy Ayers ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilt Ayers Familie »mit großer Trauer« über seine Facebook-Seite mit. Ayers starb demnach »nach langer Krankheit« am 4. März in New York City. Seine Familie schreibt weiter, Ayers werde »schmerzlich vermisst«.
Der Musiker zählte zu den wichtigsten Vertretern des Jazzfunks. Zwischen 1963 und 2024 veröffentlichte er zahlreiche Alben und Kompilationen. Viele seiner Songs wurden von anderen Künstlerinnen und Künstlern gesampelt. Ayers’ bekanntester Song ist »Everybody Loves the Sunshine«.
Starker Vibe
»Roy Ayers war so etwas wie der Pate der zeitgenössischen Vibes. Er brachte ein anderes Element in seinen Sound ein, als alle anderen«, sagte der Vibrafonist Warren Wolf im vergangenen November der »New York Times« . Ayers habe mit geradlinigem Jazz begonnen, sei aber schließlich zu Funk und Groove übergegangen. »Roys Musik ist etwas, zu dem man jammen und eine gute Zeit haben kann, oder man kann sich einfach zurücklehnen und mit ihr im Hintergrund abhängen«, sagte Wolf: »Der Vibe ist immer stark.«
Ayers wurde 1940 in Los Angeles geboren und fand durch seine Familie zur Musik. Er lernte Klavierspielen, sang im Kirchenchor und bekam laut »Rolling Stone« und »Variety« mit 17 Jahren sein erstes Vibrafon. Später studierte er Musiktheorie am Los Angeles City College und spielte Jazz in Nachtklubs. 1963 veröffentlichte Ayers sein Debütalbum »West Coast Vibes«.
Nach und nach fand Ayers zu seinem Sound, 1976 veröffentlichte er dann das Album »Everybody Loves The Sunshine« mit seinem berühmtesten Stück. Später interpretierten andere Musiker seine Songs neu. Auch im Film »Straight Outta Compton«, der Filmbiografie über Hip-Hop-Crew N.W.A um Dr. Dre, Ice Cube, DJ Yella, MC Ren und Eazy-E, ist der Song zu hören.
Roy Ayers stand bis 2023 sogar noch selbst auf der Bühne.