Alec Baldwin soll nach Todesschuss mit psychischen Problemen kämpfen

Hollywoodstar Alec Baldwin, 66, hielt am Set des Western »Rust« die Requisitenwaffe in der Hand, aus der sich ein Schuss löste und die Kamerafrau Halyna Hutchins tötete. Der Prozess gegen Baldwin wegen fahrlässiger Tötung wurde im Juli 2024 eingestellt. Dennoch lässt den Schauspieler der Fall nicht los. So hat es nun Baldwins Frau Hilaria in der Realityshow »The Baldwins« erzählt.

Niemand könne sich vorstellen, wie Alec Baldwin sich fühle, sagte Hilaria. Ihr Mann gehe in Gedanken zurück zu diesem Drehtag und fühle sich schuldig. »Er wünscht, er wäre es gewesen. Er würde sofort den Platz mit Hutchins tauschen.«

»Er wird nie wieder derselbe sein«, sagte Hilaria weiter: »Das hat sich in den letzten Jahren enorm auf seine Gesundheit und seine psychische Verfassung ausgewirkt. Plötzlich begann er, Herzprobleme zu haben. Er wurde mehrfach ins Krankenhaus gebracht.« Hilaria erinnerte sich demnach auch daran, dass ihr Mann einmal in Ohnmacht gefallen sei. »Es ist manchmal schwer«, sagte sie: »Aber hoffentlich haben wir das Schlimmste hinter uns.«

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Baldwin verklagt Staatsanwälte und Beamte

Während der Dreharbeiten im Jahr 2021 war die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins durch eine Kugel aus einer von Baldwin gehaltenen Requisitenwaffe tödlich getroffen worden. Der Schauspieler betont seine Unschuld und beteuert, den Abzug der Waffe nicht betätigt zu haben. Der Prozess gegen Baldwin wegen fahrlässiger Tötung wurde im Juli 2024 eingestellt. Der Verteidigung seien vorsätzlich Beweismittel vorenthalten worden, begründete die Richterin ihre Entscheidung. Die Klage könne demnach nicht erneut eingereicht werden.

In dem Fall wurde die Waffenmeisterin bei dem Dreh, Hannah Gutierrez-Reed, im April wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Baldwin verklagte im vergangenen Januar mehrere Staatsanwälte und Beamte in New Mexico wegen böswilliger Verfolgung. In Baldwins Klageschrift heißt es, er sei fast drei Jahre lang aus »politischen« und »persönlichen« Gründen Opfer einer »Verschwörung« gegen ihn gewesen.

Die getötete Kamerafrau Hutchins hinterließ ihren Mann und einen Sohn.

Alec und Hilaria Baldwin

Foto: Caitlin Ochs / REUTERS