Bodo Wartke verdiente mit »Barbaras Rhabarberbar« auf TikTok 547 Euro
Es war einer der Social-Media-Hits des vergangenen Jahres: In »Barbaras Rhabarberbar« rappen Bodo Wartke und Marti Fischer über eine junge Bäckerin mit fantastischem Rhabarberkuchen. Der Tanz zweier TikTok-Nutzerinnen zu dem deutschen Zungenbrecher ging im März 2024 weltweit viral.
Auch Wartke und Fischer beteiligten sich an dem Trend. Zwei Videos, in denen sie tanzen und den Barbara-Rap vor der Kamera performen, kommen auf TikTok zusammen auf knapp sieben Millionen Aufrufe.
Einen großen finanziellen Gewinn bescherte ihnen der Hype allerdings nicht, wie Wartke im Podcast »Deutschland3000« verriet . Von TikTok habe er, auch über »Barbaras Rhabarberbar« hinaus, insgesamt 547 Euro erhalten. »Wenn man sich die Dimensionen vor Augen führt, ist das wirklich grotesk.«
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Viele Menschen würden denken, er und Fischer seien mit Sicherheit Millionäre geworden. »Nein, leider bin ich das nicht«, sagte Wartke. Streaming-Dienstleister und soziale Medien würden oft nur wenig an Künstler und Künstlerinnen viraler Songs ausschütten.
Auch sein Publikum habe sich durch den plötzlichen Social-Media-Erfolg verändert. »Vorher war ich einfach nur unter dem Radar unterwegs, hatte ein Publikum, das kam, weil es mich mochte«, sagt Wartke im Podcast zu Moderatorin Eva Schulz. Plötzlich habe er es mit Kritikern des Feuilletons zu tun bekommen – und mit Hatern.
»Im Netz meldet sich dann erst mal jeder Hans und Franz zu Wort«, so der Liedermacher. Darunter seien auch Leute, die ihn »einfach zufällig beschimpfen« würden. Das hatte womöglich auch mit der Sprachbarriere zu tun. »Menschen auf der ganzen Welt feierten den Song, teilweise ohne ihn zu verstehen«, erzählt Wartke.