ESC-Starter Abor & Tynna kannten Raab nur »vom Namen her«
Das Musikduo Abor & Tynna verdankt seinen Start beim Eurovision Song Contest (ESC) maßgeblich Stefan Raab – dabei kannten die Geschwister den in Deutschland stilprägenden Entertainer zuvor kaum. »Wir kannten Raab vor der Bewerbung vom Namen her«, sagte Sängerin Tynna der Deutschen Presse-Agentur. Ihrem Bruder Abor war die TV-Sendung »Schlag den Raab« ein Begriff. »Aber mehr wussten wir vorher eigentlich nicht über ihn.«
Ähnliches gelte auch für Raabs lange ESC-Historie, sagte Tynna. Dass der Moderator und Musiker »so viel für Deutschland beim ESC geleistet« habe, sei ihr persönlich nicht bekannt gewesen. Das sei bei ihnen »nicht so das Thema« gewesen, erklärte sie. »Mittlerweile weiß ich es.«
Ihr Bruder Abor bestätigte das. Sein Wissen über »Schlag den Raab« sei auch nicht groß gewesen. »Wir hatten zu Hause bei unseren Eltern keinen Fernseher. Aber bei Oma und Opa gab es einen. Und daher kannte ich den Namen ›Schlag den Raab‹«, sagte er. Aber er sei sich gar nicht mal so sicher, ob die Show dort wirklich mal gelaufen sei.
Der ESC sei den beiden aber schon wichtig, sagt Abor. »Das ist Teil der Weltgeschichte. Und wenn man daran teilnimmt, wird der eigene Name für immer in irgendwelchen Listen stehen. Bei Wikipedia oder wo weiß ich«, sagt er.
Das Geschwisterduo aus Österreich ist als Sieger aus dem deutschen ESC-Vorentscheid (»Chefsache ESC 2025«) hervorgegangen, der in diesem Jahr unter Raabs Schirmherrschaft gestanden hatte. Der Moderator wird in Deutschland stark mit dem Musikwettbewerb in Verbindung gebracht, da unter seiner Ägide 2010 der bislang letzte Sieg errungen wurde. Damals gewann Lena Meyer-Landrut mit dem Lied »Satellite«.
Abor & Tynna werden beim ESC in Basel mit dem Song »Baller« antreten. Den kann man sich hier schon mal anschauen:
Damit nimmt Deutschland zum ersten Mal seit 2007 wieder mit einem deutschsprachigen Lied an dem Musikwettbewerb teil. Ob der Song auch europaweit ankommt, entscheidet sich am 17. Mai im schweizerischen Basel beim ESC-Finale.